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Anreise:

Von Zürich ging es in der Premium Economie Class via Singapur nach Perth. Die Reise war alles in allem sehr angenehm, dauerte aber natürlich trotzdem 22 Stunden; die Reise wird ja nicht kürzer, nur angenehmer.

Tag 1:
Am ersten Tag besuchten wir unsere geliebten Qokkas auf Rottnest Island.
Die Fähre brachte uns von Perth innerhalb von knapp 1,5 Stunden über den Swan River (kurze Flussfahrt) aufs offene Meer nach Rottnest Island, wo wir uns einmal mehr mit dem Velo auf die Suche nach den kleinen, knuffigen Beuteltieren machten. Natürlich haben wir nicht nur einige davon gefunden, sondern fast alle 🙂

Tag 2:
Am Montag holten wir beim TCC (Travel Car Centre) in Malaga, einem Vorort von Perth, unser Fahrzeug ab. Diesmal handelt es sich um einen Toyota Hillux mit einem Dachzelt und guter Offroad Ausrüstung (Seilwinde, Maxtrax, Kompressor für den Reifendruck).
Nach der ausführlichen Übernahme ging es los in Richtung Norden. Zuerst mussten wir natürlich unsere Vorräte aufstocken. Unser Camper ist ein wahres Platzwunder, sowohl im Kühlschrank als auch im restlichen Stauraum hinten konnten wir alles unterbringen.
Die erste Nacht verbrachten wir im Yanchep Nationalpark, wo wir von Koalas, Känguruhs und Kakadus bereits erwartet wurden.

Das Dachzelt hatten wir einigermassen schnell aufgestellt, jedoch war die Nacht mit ihren ca. 7°C bitterkalt. Wir haben von TCC zwar zwei Schlafsäcke und zwei Wolldecken bekommen, allerdings ist das Dachzelt natürlich überhaupt nicht isoliert und so richtig dick und warm sind die Schlafsäcke eben auch nicht.

Tag 3:
Durchgefroren starteten wir in den nächsten Tag. Zum Glück haben wir lange Klamotten dabei.
Nach der kalten Nacht und dem eher frischen Morgen beschlossen wir, relativ schnell in den wärmeren Norden zu fahren. So ging es auf direktem Weg zu den bekannten Pinnacles, die sich in der Nähe von Cervantes befinden. Dank dem bereits gekauften Nationalparkpass dürfen wir nun während einem Monat so ziemlich alle Nationalparks in Westaustralien besuchen, ohne an den Zahlstellen warten zu müssen.

Die Nacht verbrachten wir nochmals rund 240 km weiter nördlich, in der Industriestadt Geraldton. Mit ihrer guten Infrastruktur war sie für uns genau das Richtige. Wärmer angezogen überstanden wir die wiederum sehr frische Nacht deutlich besser.

Tag 4:
Am Mittwoch ging es der Wärme und somit auch den Fliegen entgegen. Durch scheinbar trockenes Farmland (wie hier etwas wachsen und überleben kann, ist uns immer noch ein Rätsel) führte uns der Weg zunächst an den Pink Lake bei Port Gregory. Dabei handelt es sich um einen Salzsee, dem eine bestimmte Algenart ab einer gewissen Temperatur seine rosa bis tief pinke Farbe verleiht. Hier sprechen die Bilder für sich, weshalb der Ort heisst, wie er heisst.

Vom Pink Lake ging es noch rund 60 km bis ins Örtchen Kalbarri. Unterwegs machten wir kurz Halt an einigen der zahlreichen Sightseeing-Spots entlang der Küste.

Tag 5:
Vom Murchison Caravan Park, wo wir uns aktuell gerade befinden, fuhren wir heute früh eine gute halbe Stunde zum Nature’s Window, dem wohl bekanntesten Touristenmagnet in dieser Gegend. Die meisten Touris nehmen nur den 500 m Walk zum felsigen Fenster unter die Füsse und gehen dann wieder zurück zum Parkplatz.

Wir haben uns den 9 km Loop gegönnt, der uns supergut gefallen hat. In den 3,5 Stunden (wir waren gemütlich unterwegs und machten sogar eine kurze Sandwich-Pause am schattigen Ufer) läuft man für einige Kilometer den felsigen Kanten hoch über dem Fluss entlang, bevor man dann runter zum trüben Murchison River kommt. Teilweise über schmale Wege, Sand oder kantige Felssteine gelangt man schlussendlich wieder zum Nature’s Window. Der Walk ist in der brütenden Hitze nicht zu unterschätzen, aber die Strapazen definitiv wert. Brütend ist hier auch relativ. Es waren vermutlich knapp 30°C, wir haben uns aber noch nicht ganz akklimatisiert…

Nach einem wunderbaren Sonnenuntergang bereiten wir uns auf die nächste kühle Nacht vor.

Vielleicht habt ihr bemerkt, dass unser Auto noch keinen Namen hat? Wir konnten uns bisher nicht einigen. Vorschläge sind äusserst willkommen in den Kommentaren oder per Whatsapp/SMS. Wir haben jetzt dann zwar ein bis zwei Tage keinen Empfang, aber ihr seid ja ein paar Stunden später dran als wir und habt vielleicht noch die zündende Idee.

Liebe Grüsse aus Down Under und auf bald