{"id":1302,"date":"2019-05-14T11:31:13","date_gmt":"2019-05-14T09:31:13","guid":{"rendered":"http:\/\/smoerfsontour.ch\/?p=1302"},"modified":"2019-05-14T11:38:13","modified_gmt":"2019-05-14T09:38:13","slug":"und-dann-kam-alles-anders","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/smoerfsontour.ch\/?p=1302","title":{"rendered":"Und dann kam alles anders&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][et_pb_row _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][et_pb_text _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;]Da wir wie gesagt gerade viel Zeit zum Bloggen haben, folgt sogleich der n\u00e4chste Streich.<\/p>\n<p>Tag 13:<\/p>\n<p>Am Freitag fuhren wir von Coral Bay nach Exmouth bzw. in den angrenzenden Cape Range Nationalpark. Wir hatten bereits aus der Schweiz drei N\u00e4chte auf dem Campingplatz im Nationalpark gebucht, waren nun aber etwas fr\u00fcher dran. Leider war es unm\u00f6glich, noch eine weitere Nacht dazuzubuchen. Der Nationalpark ist sehr beliebt und die \u00dcbernachtung ist mit 22 AU$ eher g\u00fcnstig. Die Campingpl\u00e4tze k\u00f6nnen mittlerweile nur noch online gebucht werden und es scheint, als w\u00fcrden die Leute \u00dcbernachtungen hamstern. Denn im Internet ist immer wieder zu lesen, dass einzelne Pl\u00e4tze letztlich doch leer bleiben. Auch wir hatten bereits in der Schweiz (und damit \u00fcber einen Monat im Voraus) festgestellt, dass schon fast alle Campingpl\u00e4tze ausgebucht waren. Hierzu ist zu sagen, dass der Nationalpark \u00fcber etwa 15 Campingpl\u00e4tze mit zwischen 5 und 40 Einzelpl\u00e4tzen verf\u00fcgt. Platz genug g\u00e4be es also theoretisch. Weil wir noch nicht in den Park konnten, beschlossen wir, die erste Nacht anstatt im Nationalpark nur etwa 10 km weiter n\u00f6rdlich auf der Yardie Homestead zu verbringen. Bevor wir dort unser Dachzelt aufschlugen, erkundeten wir aber bisher unbekanntes Gebiet im Nationalpark. Exmouth liegt auf einer Halbinsel, die sich Richtung Norden in den Ozean erstreckt. Der Cape Range Nationalpark liegt haupts\u00e4chlich an der Westseite dieser Halbinsel, die Ortschaft Exmouth auf der Ostseite. Auf der Ostseite gibt es aber auch zwei Spots. Diese wollten wir schon letztes Jahr besuchen, damals waren sie aber gesperrt, weil fr\u00fchmorgens ein Trupp J\u00e4ger losgeszogen war, um wilde Ziegen zu schiessen (die nicht einheimisch sind, die einheimischen Tiere aber verdr\u00e4ngen\/gef\u00e4hrden und deshalb abgeschossen werden).<\/p>\n<p>In der Zwischenzeit schienen sich keine neuen Ziegen angesiedelt zu haben, zumindest waren die Spots nicht gesperrt. So fuhren wir zun\u00e4chst 12 km lang eine Bergstrasse auf den Kamm der Charles Knife Gorge hinauf, von wo sich uns fantastische Aussichten \u00fcber Berg und Meer boten.[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][et_pb_image src=&#8220;http:\/\/smoerfsontour.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Charles-Knife-1.jpg&#8220; _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][et_pb_image src=&#8220;http:\/\/smoerfsontour.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Charles-Knife-2.jpg&#8220; _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][et_pb_text _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;]<\/p>\n<p>Danach fuhren wir noch in den Shothole Canyon hinein. Dabei handelt es sich ebenfalls um eine Schlucht, die Strecke ist ebenfalls 12 km pro Weg, allerdings f\u00e4hrt man nicht auf dem Kamm, sondern am Fuss der Schlucht entlang \u00fcber einen holprigen Weg tief in die Schlucht hinein. Der Name stammt daher, dass in der Schlucht den 1950er-Jahren Testsprengungen durchgef\u00fchrt wurden. Die L\u00f6cher, die ihr den Namen geben, haben wir aber nicht so explizit gesehen, weil der Weg zum Aussichtspunkt, von wo aus man sie sehen sollte, zurzeit gesperrt ist, damit sich die Natur regenerieren kann.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][et_pb_image src=&#8220;http:\/\/smoerfsontour.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Shothole-Canyon-1.jpg&#8220; _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][et_pb_image src=&#8220;http:\/\/smoerfsontour.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Shothole-Canyon-2.jpg&#8220; _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][et_pb_text _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;]Die beiden kurzen Abstecher haben sich landschaftlich absolut gelohnt. F\u00fcr den Shothole Canyon empfehlen wir aber stark, diesen nur mit einem 4&#215;4 zu machen. Nach einem kurzen Einkaufsstopp in Exmouth ging es weiter zur Yardie Homestead. Hier gefiel es uns ausserordentlich gut. Der Campingplatz ist sehr gut ausgestattet und dennoch recht unkompliziert. Weniger Regeln als auf anderen Campingpl\u00e4tzen, weil davon ausgegangen wird, dass die G\u00e4ste mit gesundem Menschenverstand schon zurecht kommen. Wo auf jedem anderen Campingplatz 10 Schilder h\u00e4ngen (keine Hygieneartikel ins WC, bitte nach dem Duschen Boden wischen usw.), h\u00e4ngt hier eines (kein Trinkwasser; Trinkwasser gibt es an allen bezeichneten Wasserh\u00e4hnen). Von unserem Stellplatz aus hatten wir Sicht bis hinaus aufs Meer, abends versammelten sich Hunderte von Rosa Kakadus in den B\u00e4umen und nachts h\u00f6rten wir die Dingos heulen. Irgendwie waren wir fast traurig, dass wir die weiteren N\u00e4chte im Nationalpark gebucht hatten. Obwohl es dort auch sehr sch\u00f6n ist und \u00fcberdies direkt am Meer, war die Atmosph\u00e4re auf der Yardie Homestead einzigartig &#8211; und sie bot einige Annehmlichkeiten mehr als der Nationalpark, wo es keine Duschen und insgesamt kein fliessend Wasser gibt.<\/p>\n<p>Tag 14:<\/p>\n<p>Seit ein oder zwei Tagen beklagte sich Simon bereits \u00fcber ein Stechen in der rechten unteren Bauchgegend. Meret als Hypochonder und Hobby-Diagnostikerin tippte sofort auf den Blinddarm, was aber verworfen wurde. So fuhren wir guten Mutes in den Nationalpark. Irgendwann kam es zum Fahrerwechsel, weil Simons Schmerzen st\u00e4rker wurden. Dennoch stapften wir den ersten Kilometer des Walks in die Mandu Mandu Gorge ab. Wir hatten ohnehin nicht die ganze Wanderung machen wollen, schliesslich haben wir die letztes Jahr erst gemacht. Wir wollten aber in den Felsen nach Rock Wallabys (Felsenk\u00e4ngurus) suchen. Und fanden tats\u00e4chlich ein paar wenige.[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][et_pb_image src=&#8220;http:\/\/smoerfsontour.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Mandu-Mandu-Gorge.jpg&#8220; _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][et_pb_image src=&#8220;http:\/\/smoerfsontour.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Rock-wallaby.jpg&#8220; _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][et_pb_text _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;]Danach verbrachten wir einen gem\u00fctlichen Nachmittag am Strand. Zum Gl\u00fcck hatten wir eine Strandmuschel daben, denn der Wind blies immer noch recht stark.[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][et_pb_image src=&#8220;http:\/\/smoerfsontour.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Turqoise-Bay.jpg&#8220; _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243; _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][et_pb_image src=&#8220;http:\/\/smoerfsontour.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Meret-Flynn.jpg&#8220; _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][et_pb_text _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;]Gegen 4 Uhr trafen wir auf dem gebuchten Campingplatz ein. Der Spaziergang zum Sonnenuntergang am Strand fiel wegen Simus Schmerzen recht kurz aus, auch den Nachthimmel wollte er nicht fotografieren. Das war ein schlechtes Zeichen. Mit mulmigem Gef\u00fchl legten wir uns fr\u00fch schlafen. Meret schlief wie ein Stein, Simu fand vor lauter Schmerzen keinen Schlaf.<\/p>\n<p>Tag 15:<\/p>\n<p>Als Meret am Sonntag endlich aufwachte, gab Simu sofort das Signal zum Zusammenpacken. Wir hatten bereits am Vorabend besprochen, am n\u00e4chsten Tag ins Spital in Exmouth zu fahren, sollten Simus Schmerzen nicht besser werden. Wurden sie nicht, im Gegenteil.<\/p>\n<p>Also packten wir so schnell wie m\u00f6glich alles zusammen und fuhren die knappe Stunde ins n\u00e4chstgelegenen Krankenhaus. Es ist schon komisch, wie der Zufall so spielt. Noch nie zuvor hatten wir in einem Ort die Wegweiser zum Krankenhaus bei der Durchfahrt auch nur ansatzweise wahrgenommen. In Exmouth allerdings schon. So wussten wir, dass es ein Spital gibt. Und dass es f\u00fcr australische Verh\u00e4ltnisse gar nicht weit weg ist. Nur einmal rund um die Halbinsel (quer geht nicht, da liegt eine Gebirgskette dazwischen&#8230;). Kurz nach 8.30 Uhr standen wir also vor der verschlossenen Spitalt\u00fcr. Open from Monday to Friday&#8230; Haben wir also kurzerhand auf den Knopf f\u00fcr Emergency gedr\u00fcckt und hatten auch sogleich eine Nurse an der Gegensprechanlage. Simon wurde also ins Spital aufgenommen, es kam eine lehrbuchw\u00fcrdige Anamnese (Beurteilung der Hobby-Diagnostikerin), gefolgt von der Diagnose: akute Blinddarmentz\u00fcndung. Das ausschliesslich weibliche Personal war extrem freundlich und zuvorkommend und umsorgte uns vorbildlich. Leider \u00e4nderte das nichts an der Diagnose und der dringend notwendigen Operation. In Australien gibt es die REGA-\u00e4hnlichen Royal Flying Doctors Services, die wir bereits kannten, weil wir im November 2016 in Alice Springs das Museum besucht haben. Da das Spital in Exmouth sehr klein ist und dort keine Operationen durchgef\u00fchrt werden, musste Simu f\u00fcr die Blinddarm-OP mit einem Flugzeug der Royal Flying Doctors in die n\u00e4chstgr\u00f6ssere Stadt verlegt werden. Angeh\u00f6rige k\u00f6nnen nicht mitfliegen, weil in den kleinen Flugzeugen nebst dem Arzt und dem Piloten gerade einmal 2 Patienten Platz haben. Auch Simon h\u00e4tte nicht mitfliegen k\u00f6nnen, wenn er zu schwer gewesen w\u00e4re. Denn er wurde einfach auf einem bestehenden Flug untergebracht, der in Exmouth einen Zwischenhalt einlegte. Als Gep\u00e4ck darf man gerade einmal ein &#8222;Turnseckli&#8220; mit seinen Habseligkeiten mitnehmen. In unserem Fall war die n\u00e4chstgr\u00f6ssere Stadt mit einem Spital Port Hedland im Norden. Das lag eigentlich ausserhalb unserer Route, aber man ist ja nicht w\u00e4hlerisch. Nach gut vier Stunden Warten in der Notaufnahme in Exmouth wurde Simu also von der Ambulanz abgeholt und auf den Milit\u00e4rflughafen gebracht, wo die Royal Flying Doctors landen. Port Hedland liegt 770 km Fahrt von Exmouth entfernt, deshalb beschlossen wir, dass Meret Simu einfach hinterherfahren w\u00fcrde. Die Situation war doch recht seltsam, war Meret doch pl\u00f6tzlich alleine im Auto unterwegs. Und lag Simu fast 800 km entfernt in einer fremden Stadt in einem fremden Spital. Da die Strecke zwischen Exmouth und Port Hedland nicht gerade dicht besiedelt ist, blieben als einzige \u00dcbernachtungsm\u00f6glichkeiten die Roadhouses, die meistens auch einen Campingplatz und einige Cabins haben. Weil Meret erst um 14 Uhr in Exmouth losfahren konnte, war eine \u00dcbernachtung unumg\u00e4nglich. Im Dunkeln sollte man in Australien nicht fahren, weil da die K\u00e4ngurus und die nicht eingez\u00e4unten K\u00fche auf der Fahrbahn rumh\u00fcpfen. Meret verbrachte die Nacht also in einem absolut trostlosen Container mit vergilbter Bettw\u00e4sche (alleine Dachzelt aufstellen wollte sie gar nicht erst versuchen&#8230;). Unterdessen lag Simon in der \u00fcberf\u00fcllten Notaufnahme von Port Hedland und wartete f\u00fcnf Stunden lang auf seine OP. Abends um fast 22 Uhr war er dann schliesslich an der Reihe und ihm wurde mittels Bauchspiegeltechnik, bei dem es drei kleine L\u00f6cher in den Bauch gibt, der Wurmfortsatz entfernt. Aussage der \u00c4rztin: Your appendix looked absolutely terrible.[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][et_pb_column type=&#8220;2_5&#8243; _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][et_pb_image src=&#8220;http:\/\/smoerfsontour.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Simu-Spital.jpg&#8220; _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;3_5&#8243; _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][et_pb_image src=&#8220;http:\/\/smoerfsontour.ch\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Trostloses-Cabin.jpg&#8220; _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][\/et_pb_image][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;][et_pb_text _builder_version=&#8220;3.21.3&#8243;]<\/p>\n<p>Tag 16:<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag fuhr Meret bei Sonnenaufgang mit viel Kaffee ausger\u00fcstet los, um die restlichen 500 km unter die R\u00e4der zu nehmen. Von Simon hatte sie noch nichts geh\u00f6rt, denn der war immer noch knocked out von der Narkose. Deshalb rief sie von unterwegs im Krankenhaus an und erfuhr immerhin, dass er noch lebte.<\/p>\n<p>Unterdessen lag Simon mit Schmerzen im Spitalbett. Dennoch sprach das Personal bereits von seiner Entlassung. Was f\u00fcr ihn auch stimmte, weil seine Zimmernachbarn etwas laut waren. Insgesamt hatte Simon von seinem Eintreffen im Spital in Exmouth bis zu seiner Entlassung aus dem Spital in Port Hedland mit 25 verschiedenen Personen zu tun. Kein Wunder, kann man sich da nicht alle Namen merken. Kurz nach Mittag trafen Meret und Flynn (Meret und Flynn allein gegen den Rest der Welt!) endlich in der sehr unidyllischen Minenstadt Port Hedland ein. Eingekesselt zwischen 56 m langen Roadtrains fuhren sie in die Stadt ein und fanden das Spital sofort, denn auch hier ist es sehr gut ausgeschildert. Wenn man die Schilder denn beachtet.<\/p>\n<p>Im Spital ging dann die Warterei auf die Entlassungspapiere los. Aber immerhin konnten wir nun wieder gemeinsam warten. Etwas skeptisch war Meret aber schon, denn Simu sah noch ser l\u00e4diert und alles andere als fit aus. Kein Wunder, die OP war ja noch nicht einmal 24 Stunden her. Als wir das Spital am sp\u00e4ten Nachmittag endlich verlassen konnten, fuhren wir nur gerade 5 Minuten zum n\u00e4chsten Campingplatz und mieteten uns in ein Cabin ein. \u00dcbernachten im Dachzelt ist f\u00fcr die restlichen Ferien nat\u00fcrlich gestrichen, auch fahren darf Simon nicht mehr. Aber Meret und Flynn sind nach der Kilometerschr\u00e4nzerei ja jetzt ein eingespieltes Team.<\/p>\n<p>Tag 17:<\/p>\n<p>Port Hedland ist wie gesagt eine Minenstatt. Das merkt man am roten Staub \u00fcberall und den aufragenden Silos. Auf dem Campingplatz gibt es mehr Cabins als Stellpl\u00e4tze, weil hier die tempor\u00e4ren Minenarbeiter unterkommen. So befindet sich Flynn neben den anderen 4&#215;4-Pickups in guter Gesellschaft. Allerdings hat er als einziger eine Einbauk\u00fcche und ein Dachzelt.<\/p>\n<p>Wir befinden uns aktuell mitten in Tag 17, an dem wir nochmals in unserem Cabin in Port Hedland \u00fcbernachten. Simon muss sich noch schonen und hat auch immer noch Schmerzen. Morgen werden wir dann die rund 1800 km lange R\u00fcckreise nach Perth antreten. Leider ist die Gegend ja eben nicht gerade dicht besiedelt, weshalb uns keine andere Wahl bleibt, als die einzigen bestehenden \u00dcbernachtungsm\u00f6glichkeiten anzusteuern. An weniger als 230 km bis 300 km pro Tag werden wir in den ersten Tagen wohl nicht vorbei kommen. Hoffentlich vertragen sich Schmerzen und Autofahren einigermassen, denn am 24. Mai m\u00fcssen wir ja unseren Flynn wieder in Perth zur\u00fcckgeben. Bis dahin m\u00fcssen wir uns wohl zwangsl\u00e4ufig an Campingpl\u00e4tze mit Cabins\u00a0 oder Motels halten. Schade, gerade jetzt, wo wir mit dem Camperleben mit Flynn so gut zurechtkamen.<\/p>\n<p>Wir werden sicher wieder dar\u00fcber berichten, wie sich unsere drastisch ge\u00e4nderte Reise weiter gestaltet und wie es uns geht. Wir versuchen einfach, das beste aus unserer R\u00fcckfahrt nach Perth zu machen und die Ferien trotzdem noch irgendwie zu geniessen.<\/p>\n<p>Liebe Gr\u00fcsse<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da wir wie gesagt gerade viel Zeit zum Bloggen haben, folgt sogleich der n\u00e4chste Streich. Tag 13: Am Freitag fuhren wir von Coral Bay nach Exmouth bzw. in den angrenzenden Cape Range Nationalpark. Wir hatten bereits aus der Schweiz drei N\u00e4chte auf dem Campingplatz im Nationalpark gebucht, waren nun aber etwas fr\u00fcher dran. 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